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Humboldt-Universität zu Berlin - Botanik & Arboretum

Exkursionen

Unserer Ansicht nach zählen Exkursionen zu den wichtigsten Bausteinen eines Biologiestudiums. Exkursionen ermöglichen das Eintauchen in das Leben - den Forschungsgegenstand der Biologie. Sie üben den Erkenntnisprozess von der Beobachtung zur Abstraktion und schaffen so ein Verständnis für biologische und interdisziplinäre Zusammenhänge.  Exkursionen sind immer handlungsorientierte Lehrveranstaltungen mit flachen Hierarchien zwischen Dozenten und Studierenden. Sie wecken den Forscherdrang und den Erkenntniswillen. Auf Exkursionen erworbenes Wissen prägt sich besonders leicht und nachhaltig ein. Was will man mehr!

Nicht alle Exkursionen werden jährlich angeboten. Bitte beachten Sie die aktuellen Ankündigungen zu den jeweiligen Exkursionen. Dateien mit näheren organisatorischen Informationen werden rechtzeitig vor den jeweiligen Exkursionen über diese Seite zugänglich sein.

» Geobotanische Exkursionen »

» Botanische Samstagsexkursionen »

» Ökologische Übungen »

» Geobotanische Exkursionen

Die geobotanischen Exkursionen sind Teil der Module Geobotanik I und II im Master Organismische Biologie und Evolution. Sie können auch im Vertiefungsstudium der Bachelorstudiengänge Biologie und Lehramt Biologie belegt werden. Darüber hinaus stehen Sie Studierenden im Master of Education offen. Im Rahmen der verfügbaren Plätze besteht für Studierende anderer Fachgebiete und Mitarbeiter*innen der HU die Möglichkeit, als Gäste an den Exkursionen teilzunehmen. Die Einschreibung erfolgt über die Fachkursvergabe bzw. zur im Vorlesungsverzeichnis angekündigten Vorbesprechung.

Die Exkursionen werden durch die gemeinsame Vorlesung "Einführung in die Pflanzengeographie" sowie durch jeweils spezifische Oberseminare vorbereitet.

Trafoi/Südtirol (Ortler-Massiv) 
Gebirgsansicht
Foto: Dominik Sperling

Das Trafoital liegt im Nationalpark Stilfserjoch. Auf engstem Raum finden wir verschiedene geologische Untergründe, insbesondere den Wechsel zwischen Silikat- und Kalkgestein sowie den Übergang von Wäldern der montanen Stufe aus Fichten, Zirben und Lärchen über die Waldgrenze zu alpinen Matten und weiter zu hochalpiner Gesteinsschutt- und Felsspaltenvegetation. Im nahegelegenen wärmegetönten Etschtal finden wir zudem Steppenrasen und wärmeliebende Laubgehölze. Die Exkursion führt die Vielfältigkeit der alpinen Ökosystem, den extremen Reichtum der Vegetation, ihre Abhängigkeit vom geologischen Untergrund und der Höhenstufe, die Anpassungen der Arten an ein "Leben an der Grenze" sowie anthropogene Einflüsse (Mähwiesen, Skipisten etc.) vor Augen. Sie verbindet geführte thematische Wanderungen mit botanischer Feldarbeit und seminaristischer Auswertung.

Aktuelle Ankündigung für das WiSe 2018/19: 26.06.-03.07.2019 (Vorbesprechung 15.10.2018, 14:00 Uhr, Späthstr. 80/81)

 


Türkische Republik Nordzypern
Antike Stätte auf Zypern
Foto: Dominik Sperling

Im Nordteil der Mittelmeerinsel Zypern (Türkische Republik Nordzypern) finden sich  typische Vegetationsformationen des Mittelmeergebietes gepaart mit einem hohen Artenreichtum und einer ländlich geprägten Siedlungsstruktur.

Wir besichtigen den mediterranen Hartlaubwald mit seinen Degradationsstufen Macchie und Garrigue als typische Elemente der meridionalen Vegetationszone. Wir sehen Fels- und Dünenküsten sowie eine reiche Segetal- und Ruderalflora. Ein Ausflug nach Südzypern in das Troodos-Gebirge führt uns in Wälder aus Schwarzkiefer, Goldeiche und Zeder.

Die Exkursion vermittelt Zusammenhänge zwischen klimatischen, edaphischen sowie landschaftlichen Gegebenheiten und der Gestalt, dem Artenspektrum und den funktionellen Anpassungen der Vegetation. Wir üben feldbotanische Arbeitstechniken (Sammeln von Herbarbelegen, Aufnahme der Vegetation). Dabei bewegen wir uns ständig im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Landnutzung, insbesondere für Tourismus und Agrarwirtschaft. Und wir begegnen immer wieder Spuren der reichen Geschichte Zyperns von der Antike über die Kreuzritter bis hin zu den politischen Verwerfungen der Neuzeit.

 

Aktuelle Ankündigung für das WiSe 2018/19: 14.-25.03.2019 (Vorbesprechung 15.10.2018, 14:00 Urh, Späthstr. 80/81)

 

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» Botanische Samstagsexkursionen

Die botanischen Samstagsexkursionen sind fakultative Angebote für Studierende der Biologie, im Lehramtsstudium, der Agrar- und Gartenbauwissenschaften sowie für alle Interessierten. Die Einschreibung erfolgt nach Veröffentlichung der jeweiligen Informationsblätter über moodle.

 

Biesenhorster Sand
Biesenhorster Sand
Foto: Thomas Janssen

Der „Biesenhorster Sand“ ist eine etwa 80ha große Stadtbrache in den Stadtteilen Biesdorf und Karlshorst mit wechselvoller Geschichte. Einst Flugplatz, Militärgelände und Rangierbahnhof, ist die Fläche heute sich selbst überlassen. Auf Grund der fortschreitenden Sukzession findet man auf dem Gelände ein Mosaik verschiedener Vegetationsformen.

 

Aktuelle Ankündigung für das SoSe 2019

 


Tegeler Fliess
Abb.: AG B&A
Tegeler Fließtal

Von Hermsdorf über Lübars und Schildow entlang des Tegeler Fließes - das naturnahe Fließgewässer, die Bruchwälder, Weidengebüsche und Feuchtwiesen sind Heimat vieler gefährdeter Pflanzen- und Tierarten. Mit etwas Glück kann man auch Knabenkräuter, Prachtnelken und Teufelsabbiß sehen.

 

Aktuelle Ankündigung für das SoSe 2019
 


Leberblümchen (Hepatica nobilis)
Abb.: AG B&A
Naturschutzgebiet "Annatal" bei Strausberg

Das Gebiet der Lange-Damm-Wiesen und des Unteren Annatals umfasst Teile eines subglazialen Rinnen­systems im Bereich der Barnim­platte (Quell- und Flachmoor, ehemaliger Seegrund) und die umgebenden Hochflächen (von Sand überschütteter Geschiebe­mergel/-lehm). Die Standort­vielfalt in Verbindung mit der historischen Landnutzung führte zu einer ausge­sprochen vielfältigen Flora und Vegetation im Gebiet.

 


Naturschutzgebiet "Tote Täler"
Purpurknabenkraut (Orchis purpurea)
Foto: Dominik Sperling

Die „Toten Täler“ liegen zwischen Naumburg und Freyburg in der Südspitze Sachsen-Anhalts. Die trockenen Täler, stark besonnten Hänge und die Plateaus dieser durch den Muschelkalk geprägten Landschaft sind Heimat wärmeliebender Eichen-Hainbuchen-Wälder sowie orchideenreicher Trocken- und Halbtrockenrasen, welche hier in engem Mosaik und in weitgehend naturnahem Zustand vorkommen. Sie sind Lebensraum zahlreicher in Deutschland seltener Pflanzen- und Insektenarten. Dies begründet die Ausweisung der Toten Täler als Naturschutz- und FFH-Gebiet. Die hier zu beobachtenden an Wärme, Trockenheit und basische Böden angepassten Pflanzengesellschaften sind äußerst artenreich und fehlen in Berlin und Brandenburg weitgehend.

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» Ökologische Übungen

Die ökologischen Übungen sind eine Wahlpflichtveranstaltung und Teil des Moduls Bio10 V. Eine Einschreibung erfolgt über Agnes.

Ballenstedt/Harz  
Geologische Formation im Harz
Foto: Dominik Sperling

Die Exkursion nach Ballenstedt beschäftigt sich mit der botanischen, zoologischen, klimatischen und edaphischen Untersuchung von vier Biotopen, einem Trockenrasen auf Muschelkalk, einer Mähwiese, einer Feuchtwiese und einem Erlen-Eschenwald. Entsprechende Arten-Listen werden erstellt und die unterschiedlichen Habitate werden ökologisch verglichen. Die Ergebnisse werden am Ende der Exkursion in einem Vortrag präsentiert. Zudem bietet die Region interessante geologische Strukturen und Aufschlüsse, die u.a. bei der Hebung des heutigen Mittelgebirges entstanden sind und in mehreren Tagesausflügen erkundet werden. Auch den kulturellen Einflüssen durch landwirtschaftliche Beweidungs- und Waldnutzungsformen wird Rechnung getragen. Außerdem locken die ca. 2000 Fachwerkhäuser der über 1000jährigen Weltkulturerbestadt Quedlinburg zu einem Besuch.

Aktuelle Ankündigung für das SoSe 2019

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