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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Biologie

Mikrobiologie

Portrait AG-Leiter

Prof. Dr. Regine Hengge


Bakterien können in sehr veränderlichen und oft sehr lebensfeindlichen Umgebungen überleben, da sie im Laufe der Evolution ganz erstaunliche Anpassungsmechanismen entwickelt haben. Zu diesen gehören komplexe Stressantworten, metabolische Homöostase-Systeme und die Bildung von Biofilmen. Letztere sind vielzellige Aggregate, die schwerwiegende medizinische und technische Probleme verursachen, da Bakterien in Biofilmen resistent gegen Antibiotika, Desinfektionsmittel und die Attacken des Immunsystems sind.

In der Gruppe von Prof. Hengge werden die molekulargenetischen Mechanismen und komplexen regulatorischen Netzwerke erforscht, die der Biofilmbildung von Escherichia coli zu Grunde liegen, wobei dieses Bakterium einerseits als Modellorganismus dient, andererseits aber auch in wichtigen pathogenen Varianten wie z.B. dem 2011 in Deutschland aufgetretenen Ausbruchsstamm EHEC O104:H4 oder uropathogenen E. coli vorkommt. Insbesondere geht es um die molekulare Funktion des Signalmoleküls c-di-GMP, einem die Biofilmbildung stimulierenden sekundären Botenstoff. Da c-di-GMP in fast allen Bakterien vorkommt, stellen die Mechanismen seiner Produktion und Wirkungsweise auch vielversprechende  Angriffspunkte für die Entwicklung neuer Antibiofilmwirkstoffe dar.

In der Gruppe von Prof. Eitinger werden ECF-Transporter untersucht, eine unter Bakterien und Archaebakterien weit verbreitete Gruppe spezieller Aufnahmesysteme mit ATP-Bindekassetten, für wasserlösliche Vitamine und Metallionen. Diverse humanpathogene Bakterien können ohne Vitamin-Aufnahme durch ECF-Transporter nicht überleben, weshalb diese Systeme potenzielle Angriffsorte für die antimikrobielle Therapie darstellen.

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