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Humboldt-Universität zu Berlin - Botanik & Arboretum

Skulpturen

Schon wenige Jahre, nachdem das Arboretum dem 1961 neu gegründeten Institut für Spezielle Botanik zugeordnet wurde, erfolgte über Jahre hinweg eine Ausstattung der Gartenanlage mit verschiedenen Kleinplastiken. Meist übergeben durch den damaligen Rat des Stadtbezirkes von Berlin-Treptow fanden überwiegend Bronze-Figuren Eingang in das Garten-Ensemble.

Wir hoffen, Sie haben ihre Freude beim Spaziergang durch das Späth-Arboretum und lassen sich von den Werken entlang des Rundwanderweges überraschen, die zum Kunst- und Kulturbesitz der Humboldt-Universität gehören.
 


 

Als erstes hielt der "Mann mit Schale", von HEDWIG JAENICHEN-WOERMANN Einzug ins Arboretum. 1964 fand die Bronze-Figur ihren Platz an einem kleinen Wasserlauf auf Quartier 25. Zunächst als Leihgabe von Frau Roosen aus dem damaligen Stadtbezirk Treptow (heute Treptow-Köpenick) erhalten, wurde die Figur 1983 der Humboldt-Universität übereignet.

 

Mann mit Schale
Foto: Heidrun Kostial


 

Die "Komposition mit Rehen", ausgeführt in Bronze vom bulgarischen Künstler IVAN NESHEV ist seit 1966 auf der Wiese des zentral gelegenen Quartieres 15 zu finden. Das Arboretum  erhielt sie vom Rat des Stadtbezirkes Treptow.

 

Rehgruppe
Foto: Heidrun Kostial
Rehgruppe
Foto: Heidrun Kostial


 

Auch die Bronze-Figur der "Stehenden Barbara" des Bildhauers WERNER RICHTER kam als Geschenk des Stadtbezirkes ins Arboretum und kann auf Quartier 28 betrachtet werden.

 

stehende Barbara
Foto: H. Kostial
stehende Barbara
Foto: Heidrun Kostial

 

Vor dem Institutsgebäude empfängt die Besucher eine Plastik von JAN SKUIN. Das "Megasporophyll von Cycas revoluta", also das Samenblatt eines Palmfarns, dessen natürliche Größe etwa 20 cm beträgt, ist hier auf 2,17 m vergrößert. Es trägt die Megasporangien, aus denen nach erfolgter Befruchtung die rundlichen und nackten, nicht in einer Frucht eingeschlossenen, Samen heranreifen. Der gefiederte Endabschnitt dieses Samenblattes weist Ähnlichkeit mit den Laubblättern der Art auf und veranschaulicht so, dass sich die Samenblätter im Verlauf der Evolution aus Laubblättern entwickelt haben. Auch diese Stahl-Bronze-Plastik war ein Geschenk des Rates des Stadtbezirkes von Berlin-Treptow anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Arboretums im Jahre 1979. Aufgestellt wurde sie im Folgejahr.

 

Meagasporophyll
Foto: H. Kostial


 

Im hinteren Bereich der Anlage, auf Quartier 26, empfängt den Besucher die Bronze-Plastik "Junges Mädchen, stehend" die vom Künstler ROBERT METZKES im Jahr 1981 ausgeführt wurde.

 

Mädchen stehend
Foto: H. Kostial
Mädchen stehend
Foto: H. Kostial

 

Komplettiert wird die Sammlung durch die "Schlafende", die einzige Sandstein-Figur im Arboretum, geschaffen von der Bildhauerin M. BLUME-CARDENAS. Sie gelangte, wieder als Gabe des Rates des Stadtbezirkes, 1983 in den Garten und hat auf Quartier 29 ihren Platz gefunden.

Schlafende
Foto: H. Kostial


 

Außer den erwähnten Plastiken, gibt es noch zwei Sandsteinreliefs (auf Quartier 22) zu entdecken, 1960 vom Nordgiebel des heutigen Institutsgebäudes abgenommen wurden. Das Gebäude ließ Franz Späth 1874 als sein Wohnhaus errichten. Die Reliefs erinnern an seinen Vater, Johann Carl Ludwig Späth (1793-1883), und Großvater, Carl-Friedrich Späth (1768-1831).

Keine der beiden Personen hat allerdings hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Das Familiengrab der Familie Späth befindet sich auf dem Luisenstädtischen Friedhof im Stadtbezirk Kreuzberg/Friedrichshain in Nähe der U-Bahnstation Südstern.

An Franz Späth und dessen Bedeutung für das internationale Baumschulwesen erinnert eine Berliner Gedenktafel, die seit 1995 am Eingang zum Institutsgebäude angebracht ist.

 

Friedrich Späth
Foto: H. Kostial
Ludwig Späth
Foto: H. Kostial

 

Die historische Anschlagsäule auf Quartier 5, sichtbar vom  Eingangsbereich zum  Arboretum, wurde um 1900 als Netzstationssäule aufgestellt und kam noch bis in die 60iger Jahre ihrer Funktion der Spannungstransformierung und Stromversorgung nach. Das Arboretum hat sie für einen symbolischen Preis von der BEWAG erworben, die deren Abriss plante.

 

Netzstation
Foto: H. Kostial

 

Die Ehrenplakette, die dem Späth-Arboretum 1998 von der International Dendrology Society (Internationale Gesellschaft für Gehölzkunde) in Anerkennung seiner Besonderheit und als Zeichen seiner Erhaltenswürdigkeit verliehen wurde, zeugt von dessen internationaler Beachtung und ist den Mitarbeitern Ansporn, dieses Kleinod weiterhin für Studierende, Fachpublikum und die Öffentlichkeit zu erhalten. Sie wurde auf Quartier 6 auf einem Findling angebracht.

 

Ehrenplakette
Foto: H. Kostial

Quellen:

SCHMIDT, VENT, NATHO: Bilder aus dem Arboretum, 2. Aufl. 1981

BRÜCKNER, NATHO, POHL: 120 Jahre Späth-Arboretum, 1. Aufl. 1999

KEUNE, NATHO: Inventurprotokoll aus dem Kunst- und Kulturbesitz der Humboldt-Universität zu Berlin, 1994