Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼
 

Humboldt-Universität zu Berlin - Botanik & Arboretum

Rekordbäume und andere sehenswerte Gehölze

Zwecks Einführung neuer anbauwürdiger Gehölze beauftragte die Firma SPÄTH Forschungsreisen in fremde Florengebiete, wobei das Arboretum als Experimentierfeld diente. Auf diesem Wege wurde die Gartenwelt um zahlreiche schöne und wertvolle Gehölze bereichert. Hierzu zählt beispielsweise die am Schipkapass im bulgarischen Balkangebirge entdeckte winterharte Lorbeer-Kirsche (Prunus laurocerasus L. 'Schipkaensis'), die  1889 in den Handel gebracht wurde.

Auch der Erstlingsbaum der im Handel sehr verbreiteten Kegelfichte Picea abies (L.) H.Karst. 'Ohlendorffii' ist im Späth-Arboretum zu finden. Alle Individuen dieser Sorte gehen auf Ableger von diesem Baum zurück, dessen Gestalt von SPÄTH beschriebenen und als Sorte am Markt eingeführt wurde. Der im Arboretum vorhandene Baum bleibt aufgrund seiner beengten Wuchssituation in Wuchshöhe und Stammumfang allerdings hinter jüngeren Abkömmlingen mit günstigeren Wuchsbedingungen zurück.

Die Moltke-Linde Tilia x moltkei Späth, eine Kreuzung aus Tilia americana L. und Tilia tomentosa Moench, entstand vor 1880 auf dem Gelände der Späth'schen Baumschulen. 1888 wurde ein solcher Baum von Feldmarschall Graf Moltke als Gedenkbaum im Arboretum gepflanzt. Der heute noch im Arboretum zu findende Baum ist, wie alle Moltke-Linden, ein Abkömmling des nicht mehr vorhandenen Späth'schen Erstlingsbaumes.

 


 

Rekordbäume sind besonders große und damit oft auch besonders alte Bäume. Die Bezeichnung ist verbunden mit einer Initiative der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG) und der Gesellschaft Deutsches Arboretum, mit der auf die große Vielfalt in unseren Gärten und Parks, Wäldern und Alleen aufmerksam gemacht werden soll. Alle von Ehrenamtlichen genau bestimmten und vermessenen Bäume werden an die DDG gemeldet und in einer Datenbank veröffentlicht. Dieser kann man entnehmen, wo die dickste Stiel-Eiche Deutschlands steht oder wieviele Ahornarten im Bundesland bekannt sind.

Das Späth-Arboretum mit seiner Fülle an Gehölzen in zahlreichen Arten und gärtnerischen Sorten beherbergt viele Bundes- und Landes-Rekordbäume. Als Kriterium hierfür gilt der Stammdurchmesser in "Brusthöhe", d.h. in 130 cm Höhe über dem Erdboden.

Gegenwärtig (Stand 08/2018) befinden sich in der Gehölzsammlung des Späth-Arboretums 138 Bundesrekordbäume wovon gut die Hälfte Sorten und Hybriden sind.

Liste der Bundesrekordbäume im Späth-Arboretum »

Die Liste gibt den Standort der Bäume mit der Quartiernummer an, die Sie auf dem Geländeplan bzw. ausgeschildert an den Flächen im Arboretum finden.